nslookup
Kurz: Ein Befehl, der den DNS fragt, welche IP-Adresse oder welche Einträge zu einem Namen gehören.
Genauer: nslookup (Name Server Lookup) schickt eine Anfrage an einen DNS-Server und zeigt die Antwort. So lässt sich klären, ob ein Problem an der Namensauflösung liegt. Unter Linux ist dig das mächtigere Gegenstück.
Im Detail
Aufrufe
nslookup emzett-digital.com (A-Eintrag: IPv4-Adresse)
nslookup -type=MX emzett-digital.com (Mailserver)
nslookup -type=AAAA emzett-digital.com (IPv6-Adresse)
nslookup -type=TXT emzett-digital.com (Textinfos, z. B. SPF)
nslookup emzett-digital.com 8.8.8.8 (anderen DNS-Server fragen)
nslookup 76.76.21.21 (Rückwärtsabfrage)Beispielausgabe
Server: fritz.box
Address: 192.168.178.1
Nicht autorisierende Antwort:
Name: emzett-digital.com
Address: 76.76.21.21Wie man die Ausgabe liest
- Server/Address oben: der DNS-Server, der geantwortet hat (meist der Router).
- Nicht autorisierende Antwort: Die Antwort kam aus dem Zwischenspeicher eines Resolvers, nicht direkt vom zuständigen Server. Das ist normal.
- Mehrere Adressen: Der Dienst nutzt mehrere Server (Lastverteilung).
- „Non-existent domain“: Der Name existiert nicht (Tippfehler oder nicht eingetragen).
- „Zeitüberschreitung“: Der DNS-Server antwortet nicht.
Typische Einsatzfälle
- Klappt
ping 8.8.8.8, aber nichtping emzett-digital.com? Dann ist der DNS schuld; mitnslookup name 8.8.8.8prüfen, ob ein anderer DNS-Server den Namen kennt. - Nach einer Domain-Umstellung kontrollieren, ob die neue Adresse schon überall ankommt.
- Mail-Probleme: MX- und TXT-Einträge (SPF, DKIM) prüfen.
Interaktiver Modus
nslookup ohne Parameter öffnet eine Eingabe, in der man set type=MX und dann Namen eingeben kann. Mit exit verlässt man ihn.
Siehe auch: DNS, Netzwerkbefehle in der CMD, Domain, Ping, ipconfig, IP-Adressen, CMD