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MPLS und SD-WAN

Kurz: MPLS und SD-WAN verbinden Standorte eines Unternehmens. MPLS ist ein privates, vom Anbieter betriebenes Netz mit garantierter Qualität, SD-WAN steuert mehrere günstige Leitungen per Software.

Genauer: Früher verband man Filialen über gemietete MPLS-Leitungen. Heute ersetzt oder ergänzt SD-WAN sie durch normale Internetzugänge.

Im Detail

  • MPLS: Pakete erhalten kurze Marken („Labels”). Router leiten nach der Marke statt nach der IP-Adresse, was schnell ist und feste Wege und Dienstklassen erlaubt. Zuverlässig, aber teuer und an einen Anbieter gebunden.
  • SD-WAN („Software-Defined WAN”): Eine zentrale Steuerung verwaltet Geräte an den Standorten. Sie bündelt mehrere Leitungen (Glasfaser, DSL, 5G), misst Qualität und lenkt Anwendungen je nach Bedarf, etwa Videokonferenzen auf die beste Leitung.
  • Verschlüsselung: Verkehr über das Internet wird durch Tunnel (IPsec oder WireGuard) geschützt.
  • Vorteile von SD-WAN: Niedrigere Kosten, schnelle Inbetriebnahme, direkter Weg in die Cloud statt Umweg über die Zentrale.
  • Nachteile: Das Internet bietet keine Qualitätsgarantie. Es braucht gutes Monitoring.
  • Siehe auch: QoS, VPN.

Siehe auch: BGP und Routing im Internet