DNSSEC: Signierte DNS-Antworten
Kurz: Normales DNS wird ohne Beweis geglaubt. DNSSEC signiert die Antworten, damit man Fälschungen erkennt. Es verschlüsselt nichts, es beweist nur, dass die Antwort echt ist.
Das Problem
Wer einem Resolver eine falsche Antwort unterschiebt (Cache-Vergiftung, Spoofing), lenkt dich auf eine fremde Seite, obwohl du die richtige Adresse getippt hast.
Wie DNSSEC schützt
- Jede Zone hat ein Schlüsselpaar (Asymmetrische Verschlüsselung). Die Zone signiert ihre DNS-Records (Digitale Signatur); die Signatur steht als
RRSIG-Eintrag daneben. - Der öffentliche Schlüssel steht als
DNSKEYin der Zone. - Eine Vertrauenskette reicht von der Wurzel (
.) über.debis zur eigenen Domain: Die übergeordnete Zone trägt einenDS-Eintrag, also den Hash des Schlüssels der Kindzone. - Ein prüfender Resolver folgt der Kette. Passt etwas nicht, antwortet er mit Fehler statt mit einer Fälschung.
Erkennt man „gibt es nicht”?
Ja: NSEC/NSEC3 beweisen signiert, dass ein Name nicht existiert.
Aktivieren
- Beim DNS-Anbieter DNSSEC einschalten (er signiert die Zone).
- Den angezeigten
DS-Eintrag beim Domain-Registrar hinterlegen. - Mit einem Prüftool kontrollieren. Ein falscher
DSmacht die Domain für prüfende Resolver unerreichbar, also vorsichtig vorgehen und Schlüsselwechsel planen.
Grenzen
Kein Schutz vor Mitlesen (TLS schützt die Verbindung selbst), und nur wirksam, wenn der Resolver prüft.