Dashboards mit Grafana: Metriken sichtbar machen
Kurz: Grafana verbindet sich mit Datenquellen wie Prometheus oder Datenbanken und zeigt Messwerte als Diagramme, Anzeigen und Warnungen in einem Dashboard.
Genauer: Zahlen allein sind schwer zu überblicken. Ein Dashboard stellt wichtige Messwerte übersichtlich dar, damit man Probleme früh erkennt. Grafana ist das bekannteste freie Werkzeug dafür und arbeitet mit vielen Datenquellen.
Im Detail
Bausteine
- Datenquellen: Prometheus, InfluxDB, PostgreSQL, Loki (Logs), Tempo (Traces), CloudWatch u. a.
- Panels: Zeitreihendiagramme, Messuhren, Tabellen, Heatmaps, Zahlenfelder.
- Variablen: Auswahllisten (Server, Umgebung), damit ein Dashboard für viele Ziele dient.
- Alerting: Regeln, die bei Überschreiten von Schwellwerten per E-Mail, Slack oder Telegram warnen.
Ein gutes Dashboard
Orientiere dich an den vier goldenen Signalen: Latenz, Verkehr (Anfragen pro Sekunde), Fehler und Auslastung (CPU, Speicher). Oben die wichtigsten Kennzahlen, darunter Details. Beschrifte Einheiten, vermeide überladene Bildschirme und lege Schwellenfarben (grün/gelb/rot) fest. Ein Dashboard soll eine Frage beantworten („Läuft der Dienst?“), keine Dekoration sein.
Aufbau mit Prometheus
Prometheus sammelt Metriken und speichert sie, Grafana fragt sie mit PromQL ab:
rate(http_requests_total{status=~"5.."}[5m])
zeigt die Fehlerrate der letzten 5 Minuten. Dashboards lassen sich als JSON exportieren und in Git versionieren (Dashboards as Code).
Warnungen sinnvoll gestalten
Zu viele Alarme führen zu Alarmmüdigkeit. Warne nur bei Dingen, die sofort Handlung verlangen, nutze Wartezeiten („länger als 5 Minuten“) und verweise im Alarm auf ein Runbook. Zusammen mit Logs und Traces entsteht echte Observability.
Siehe auch: Prometheus und Metriken, Observability, Zeitreihendatenbanken