Code-Review
Kurz: Beim Code-Review prüfen andere Entwicklerinnen und Entwickler Änderungen am Quelltext, bevor sie übernommen werden – auf Fehler, Verständlichkeit, Sicherheit und Stil.
Genauer: Reviews verbessern die Qualität, verteilen Wissen im Team und halten Standards ein. In der Praxis läuft das über Pull Requests (GitHub) oder Merge Requests (GitLab, siehe Git): Die Änderung wird vorgeschlagen, kommentiert, überarbeitet und erst nach Freigabe in den Hauptzweig übernommen. Automatische Prüfungen (Tests, Linter) in der CI/CD-Pipeline ergänzen das.
Im Detail
Worauf achten?
- Korrektheit: Tut der Code, was er soll? Grenzfälle, Fehlerbehandlung (Exceptions)?
- Lesbarkeit: Verständliche Namen, kleine Funktionen (Clean Code)?
- Tests: Gibt es Tests für die neue Logik?
- Sicherheit: Eingaben geprüft, keine Geheimnisse im Code, keine SQL-Injection?
- Leistung und Wartbarkeit: unnötige Komplexität, Duplikate?
Gute Review-Kultur
- Kleine Änderungen: Pull Requests mit wenigen hundert Zeilen lassen sich gründlich prüfen.
- Freundlich und konkret: Den Code kritisieren, nicht die Person; Vorschläge statt Befehle.
- Kommentare unterscheiden: blockierend („muss geändert werden“) und optional („Nit: …“).
- Schnelle Antwort: Wartende Reviews bremsen das Team.
- Automatisieren, was geht: Formatierung und Stil erledigt ein Werkzeug, nicht der Mensch.
Eine Variante ist das Pair Programming: zwei Personen arbeiten gleichzeitig an einem Rechner, das Review geschieht live.
Siehe auch: Git, CI/CD-Pipeline, Clean Code, Unit-Test