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Sankt Martin und Laternenumzug

Kurz: Am 11. November wird in vielen Gegenden Deutschlands der Martinstag gefeiert. Kinder ziehen mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder.

Genauer: Der Tag erinnert an Martin von Tours, einen Heiligen aus dem 4. Jahrhundert. Die bekannteste Legende erzählt, wie er als römischer Soldat seinen Mantel mit dem Schwert teilte und eine Hälfte einem frierenden Bettler gab.

Im Detail

  • Wer war Martin: Martin war zunächst Soldat, wurde dann Christ, lebte als Mönch und wurde später Bischof von Tours im heutigen Frankreich.
  • Die Botschaft: Die Mantelteilung steht für Teilen, Nächstenliebe und Hilfe für Menschen in Not; deshalb wird das Fest auch außerhalb der Kirche gern gefeiert.
  • Laternen basteln: In Kitas und Grundschulen werden in den Wochen davor Laternen aus Papier, Pappe oder Käseschachteln gebastelt.
  • Der Umzug: Oft reitet ein Martin auf einem Pferd voran, manchmal wird die Mantelteilung nachgespielt; die Kinder singen Lieder wie „Ich geh mit meiner Laterne“.
  • Martinsfeuer: Vielerorts endet der Umzug an einem großen Feuer, häufig organisiert von Feuerwehr oder Vereinen.
  • Gebäck: Je nach Region gibt es Hefegebäck in Menschengestalt, das Weckmann, Stutenkerl oder Martinsmann heißt, oder Martinsbrezeln.
  • Martinsgans: Traditionell wird um den Martinstag Gänsebraten gegessen; eine Legende erzählt, schnatternde Gänse hätten Martin verraten, als er sich vor der Wahl zum Bischof versteckte.
  • Singen an Türen: In manchen Regionen ziehen Kinder von Haus zu Haus, singen und bekommen Süßigkeiten; der Brauch hat je nach Ort eigene Namen.
  • Sicherheit und Termin: Elektrische Laternenstäbe sind heute verbreitet, weil sie sicherer sind als Kerzen; am selben Datum beginnt um 11:11 Uhr auch die Karnevalssaison (karneval-fasching-und-fastnacht, feiertage-in-deutschland).