Ramadan und Zuckerfest
Kurz: Der Ramadan ist der Fastenmonat im Islam. Gläubige Musliminnen und Muslime verzichten von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken; zum Abschluss wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert, in Deutschland oft Zuckerfest genannt.
Genauer: Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. Weil das Mondjahr etwa elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr, beginnt er jedes Jahr früher und wandert so durch alle Jahreszeiten.
Im Detail
- Bedeutung: Das Fasten im Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam und soll Selbstbeherrschung, Besinnung und Mitgefühl mit Bedürftigen stärken.
- Tagesablauf: Vor der Morgendämmerung gibt es eine frühe Mahlzeit (Suhur), nach Sonnenuntergang wird das Fasten mit dem Iftar gebrochen, traditionell oft mit Datteln und Wasser.
- Ausnahmen: Kinder, Kranke, Schwangere, Stillende, Reisende und ältere Menschen, für die das Fasten schädlich wäre, sind davon befreit; Versäumtes kann teils später nachgeholt werden.
- Gemeinschaft: Viele laden Familie, Freunde und Nachbarn zum gemeinsamen Fastenbrechen ein; Moscheen bieten oft offene Iftar-Abende an.
- Gebet und Koran: Im Ramadan wird besonders viel gebetet und im Koran gelesen; eine Nacht gegen Ende des Monats, die Nacht der Bestimmung, gilt als besonders bedeutsam.
- Fest des Fastenbrechens: Arabisch Eid al-Fitr, türkisch Ramazan Bayramı; es dauert meist drei Tage, mit Festgebet, Besuchen, neuer Kleidung und Süßigkeiten.
- Spende: Vor dem Fest wird eine Spende für Bedürftige gegeben, damit alle mitfeiern können.
- Termin: Beginn und Ende richten sich nach dem Mondkalender und der Sichtung der Mondsichel, daher können die Daten je nach Land und Gemeinde um einen Tag abweichen (schaltjahr-und-kalender).
- Im Alltag: Rücksicht hilft, etwa bei Terminen am Abend oder bei Sport in Schule und Arbeit; ein Gruß wie „Ramadan Mubarak“ oder „Frohes Fest“ wird meist gern gehört (feiertage-in-deutschland).