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Stromunfall: Erste Hilfe

Kurz: Bei einem Stromunfall ist die eigene Sicherheit der erste und wichtigste Schritt, bevor einer verletzten Person geholfen wird. Strom kann innere Verletzungen verursachen, die äußerlich oft nicht sichtbar sind, weshalb auch scheinbar leicht Betroffene ärztlich untersucht werden sollten.

Genauer: Je höher Spannung und Stromstärke, desto schwerwiegender sind meist die Gewebeschäden, auch wenn äußere Verbrennungen klein erscheinen.

Hinweis: Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Im Detail

  • Eigensicherung zuerst: Vor jeder Hilfeleistung muss die Stromquelle abgeschaltet werden, etwa durch Ziehen des Steckers oder Betätigen des Sicherungsschalters.
  • Abstand bei Hochspannung: Bei Unfällen mit Hochspannungsleitungen sollte unbedingt ein Sicherheitsabstand von mehreren Metern eingehalten werden, da Lichtbögen überspringen können.
  • Bewusstseinskontrolle: Nach der Absicherung wird geprüft, ob die Person ansprechbar ist und normal atmet.
  • Wiederbelebung bei Herzstillstand: Stromunfälle können Herzrhythmusstörungen auslösen, weshalb bei fehlender Atmung sofort mit Herzdruckmassage begonnen werden sollte.
  • Verbrennungen kühlen: Sichtbare Verbrennungsstellen sollten vorsichtig mit lauwarmem Wasser gekühlt werden, ohne die Wunde direkt zu berühren.
  • Notruf bei jedem Stromunfall: Auch bei scheinbar geringen Verletzungen sollte immer der Rettungsdienst verständigt werden, da innere Schäden oft erst später auffallen.
  • Niederspannung nicht unterschätzen: Auch haushaltsübliche 230-Volt-Unfälle können gefährliche Herzrhythmusstörungen verursachen, besonders bei direktem Kontakt zum Herzbereich (rauchgas-und-co-vergiftung, wiederbelebung-und-defibrillator-grundlagen).