Schulangst und Schulverweigerung
Kurz: Schulangst ist eine starke, anhaltende Furcht vor der Schule oder bestimmten Situationen dort, die bis zur vollständigen Schulverweigerung führen kann. Sie ist ein ernstzunehmendes Signal, nicht einfach „Faulheit“.
Genauer: Fachleute unterscheiden Schulangst von Trennungsangst, bei der die Furcht eher dem Verlassen der Bezugsperson gilt.
Im Detail
- Mögliche Ursachen: Mobbing, Leistungsdruck, soziale Ängste oder familiäre Belastungen.
- Körperliche Symptome: Bauchschmerzen, Übelkeit oder Kopfschmerzen besonders vor Schultagen.
- Unterschied zum Schulabsentismus: Schulverweigerung geht oft mit starkem innerem Leidensdruck einher, nicht mit bloßem Desinteresse.
- Frühzeitiges Handeln: Je länger das Vermeiden andauert, desto schwerer der Wiedereinstieg.
- Zusammenarbeit: Schule, Eltern und gegebenenfalls Schulpsychologie sollten eng abgestimmt vorgehen.
- Stufenweise Rückkehr: Ein behutsamer, schrittweiser Wiedereinstieg ist oft erfolgreicher als sofortiger Vollzeitbesuch.
- Professionelle Hilfe: Bei anhaltender Problematik ist kinder- und jugendpsychiatrische Unterstützung sinnvoll (schulsozialarbeit-und-beratungslehrer).