Insektensterben: Ursachen und Folgen
Kurz: Das Insektensterben beschreibt den weltweiten, teils dramatischen Rückgang der Insektenpopulationen und -vielfalt in den letzten Jahrzehnten. Da Insekten eine Schlüsselrolle in Ökosystemen spielen, hat ihr Rückgang weitreichende Folgen.
Genauer: Mehrere Faktoren wirken dabei oft gleichzeitig zusammen und verstärken sich gegenseitig.
Im Detail
- Lebensraumverlust: Intensive Landwirtschaft und zunehmende Flächenversiegelung zerstören natürliche Lebensräume von Insekten erheblich.
- Pestizide: Insektizide, aber auch bestimmte Herbizide, schädigen Insekten direkt oder indirekt über den Verlust von Futterpflanzen.
- Monokulturen: Großflächige Anbauflächen mit nur einer Pflanzenart bieten Insekten deutlich weniger Nahrungsquellen und Nistplätze als vielfältige Landschaften.
- Lichtverschmutzung: Künstliches Licht in der Nacht stört die Orientierung und Fortpflanzung vieler nachtaktiver Insektenarten.
- Klimawandel: Veränderte Temperaturen und Wetterextreme verschieben Lebensräume und bringen Blühzeiten von Pflanzen und Aktivitätszeiten von Insekten aus dem Gleichgewicht.
- Bestäubung: Viele Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, wodurch ihr Rückgang auch die landwirtschaftliche Produktion gefährdet.
- Gegenmaßnahmen: Blühstreifen, insektenfreundliche Gärten und der Verzicht auf unnötige Pestizide können im Kleinen wie im Großen gegensteuern (bienen-und-ameisen-staaten, nahrungskette-und-oekosystem).