Schweiß und Temperaturregulation
Kurz: Schwitzen ist der wichtigste Mechanismus des Körpers, um bei Hitze oder Anstrengung die Kerntemperatur stabil zu halten. Verdunstende Schweißflüssigkeit auf der Haut entzieht dem Körper Wärme.
Genauer: Das Gehirn registriert über Temperaturfühler in Haut und Hypothalamus Abweichungen von etwa 37 Grad und steuert Schweißdrüsen, Blutgefäße und Atmung entsprechend.
Im Detail
- Schweißdrüsen: Millionen ekkriner Drüsen über den ganzen Körper verteilt produzieren einen wässrigen, fast geruchlosen Schweiß.
- Verdunstungskühlung: Nur verdunstender, nicht tropfender Schweiß kühlt effektiv; hohe Luftfeuchtigkeit erschwert das.
- Durchblutung: Bei Hitze erweitern sich Hautgefäße, um Wärme nach außen abzugeben; bei Kälte ziehen sie sich zusammen.
- Elektrolytverlust: Mit dem Schweiß gehen Salze wie Natrium und Kalium verloren, bei starkem Schwitzen wichtig auszugleichen.
- Hormonelles Schwitzen: Stress und Nervosität aktivieren zusätzlich apokrine Drüsen, deren Sekret stärker riecht.
- Fieber: Der Sollwert der Körpertemperatur wird bei Infektionen bewusst erhöht, danach folgt oft starkes Schwitzen (immunsystem-grundlagen).
- Akklimatisierung: Der Körper passt sich über Tage an Hitze an und schwitzt effizienter mit weniger Salzverlust (blut-zusammensetzung-und-aufgaben).