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Farbenblindheit und Farbsehschwäche

Kurz: Farbenblindheit, genauer Farbsehschwäche, betrifft vor allem die Unterscheidung von Rot- und Grüntönen und ist meist genetisch bedingt. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen, da der zugrunde liegende Gendefekt auf dem X-Chromosom liegt.

Genauer: Echte vollständige Farbenblindheit, bei der gar keine Farben wahrgenommen werden, ist extrem selten.

Im Detail

  • Rot-Grün-Schwäche: Die häufigste Form betrifft etwa 8 Prozent der Männer und weniger als 1 Prozent der Frauen weltweit.
  • Ursache: In der Netzhaut befinden sich drei Zapfentypen für Rot, Grün und Blau; fehlt oder funktioniert einer fehlerhaft, entstehen Farbsehstörungen.
  • Vererbung: Da das betreffende Gen auf dem X-Chromosom liegt, vererben Mütter die Veranlagung oft an ihre Söhne, ohne selbst betroffen zu sein.
  • Ishihara-Test: Spezielle Punktmuster mit eingebetteten Zahlen werden zur Diagnose von Rot-Grün-Schwäche eingesetzt.
  • Alltagsauswirkungen: Betroffene können Ampellichter meist dennoch unterscheiden, da Position und Helligkeit zusätzliche Hinweise liefern.
  • Berufliche Einschränkungen: Bestimmte Berufe wie Pilot oder Elektriker haben teilweise Anforderungen an das Farbsehen aus Sicherheitsgründen.
  • Hilfsmittel: Spezielle Farbfilterbrillen oder Apps können die Unterscheidung bestimmter Farbtöne für manche Betroffene erleichtern, heilen die Ursache aber nicht (haut-aufbau-und-funktionen, nervensystem-aufbau-und-funktion).