Invasive Arten und ihre Folgen
Kurz: Invasive Arten sind Pflanzen oder Tiere, die durch menschliches Handeln in Ökosysteme eingeführt wurden, in denen sie natürlich nicht vorkommen, und dort erheblichen Schaden anrichten können. Sie zählen zu den größten Treibern des weltweiten Artensterbens.
Genauer: Ohne natürliche Feinde oder Konkurrenten können sich invasive Arten oft unkontrolliert vermehren und einheimische Arten verdrängen.
Im Detail
- Einschleppungswege: Globaler Handel, Schiffsverkehr und der Zierpflanzenhandel zählen zu den häufigsten Wegen, über die Arten unabsichtlich in neue Gebiete gelangen.
- Fehlende natürliche Kontrolle: In ihrer neuen Umgebung treffen invasive Arten oft auf keine natürlichen Fressfeinde, die ihre Population begrenzen würden.
- Verdrängung einheimischer Arten: Invasive Arten konkurrieren oft erfolgreich um Nahrung, Lebensraum und Fortpflanzungsmöglichkeiten mit heimischen Arten.
- Wirtschaftliche Schäden: Invasive Schädlinge und Pflanzen verursachen weltweit erhebliche Kosten in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Infrastruktur.
- Ökosystemveränderungen: Manche invasive Arten verändern ganze Ökosysteme grundlegend, etwa durch veränderte Bodenbeschaffenheit oder Wasserhaushalt.
- Bekämpfungsmaßnahmen: Mechanische Entfernung, biologische Kontrolle durch natürliche Gegenspieler und strenge Einfuhrkontrollen sind gängige Gegenmaßnahmen.
- Prävention: Die Vermeidung der Einschleppung gilt als deutlich wirksamer und kostengünstiger als die nachträgliche Bekämpfung bereits etablierter invasiver Populationen (artensterben-und-biodiversitaet, nahrungskette-und-oekosystem).