Collage als Kunsttechnik
Kurz: Eine Collage entsteht, indem verschiedene Materialien wie Zeitungsausschnitte, Fotos oder Stoffreste auf einem Untergrund zusammengefügt werden. Die Technik erlaubt es, völlig neue Bildaussagen aus bereits existierendem Material zu schaffen.
Genauer: Der Begriff stammt vom französischen Wort für „kleben“ und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Künstlern wie Picasso und Braque in die bildende Kunst eingeführt.
Im Detail
- Materialvielfalt: Zeitungspapier, Fotografien, Stoff, Naturmaterialien oder digitale Bildausschnitte lassen sich beliebig kombinieren.
- Fundstücke neu interpretieren: Alltägliche oder triviale Materialien erhalten in einem neuen Kontext eine völlig andere Bedeutung.
- Kubistische Collage: Picasso und Braque integrierten reale Materialien wie Zeitungsausschnitte direkt in gemalte Bilder, was die Grenze zwischen Abbildung und Realität verwischte.
- Dadaistische und surrealistische Collage: Künstler wie Max Ernst nutzten Collagen, um bewusst irrationale, traumhafte Bildwelten zu erschaffen.
- Fotomontage: Eine Sonderform der Collage, bei der ausschließlich fotografisches Material neu zusammengesetzt wird.
- Digitale Collage: Mit Bildbearbeitungssoftware lässt sich das Prinzip der Collage auch ohne physisches Material umsetzen.
- Technik: Kleber, Schere oder Cutter sowie ein stabiler Untergrund wie Karton reichen für den klassischen Einstieg in die Collagearbeit aus (moderne-kunstrichtungen-ueberblick).