Bildhauerei: Grundlagen
Kurz: Bildhauerei ist die Kunst, dreidimensionale Werke durch Formen, Modellieren oder Abtragen von Material zu schaffen. Klassische Materialien sind Stein, Holz, Metall und Ton.
Genauer: Man unterscheidet grundsätzlich additive Verfahren, bei denen Material hinzugefügt wird, von subtraktiven, bei denen Material entfernt wird.
Im Detail
- Subtraktive Verfahren: Beim Steinmeißeln oder Holzschnitzen wird überschüssiges Material entfernt, bis die gewünschte Form entsteht.
- Additive Verfahren: Ton modellieren oder Metall gießen baut die Form schrittweise aus hinzugefügtem Material auf.
- Verlorene Form (Guss): Beim Bronzeguss wird eine Wachsform erst modelliert und dann durch flüssiges Metall ersetzt.
- Proportionen: Realistische Figuren erfordern genaue Kenntnis menschlicher oder tierischer Körperproportionen.
- Oberflächenbehandlung: Polieren, Patinieren oder Bemalen verändert Wirkung und Haltbarkeit des fertigen Werks erheblich.
- Moderne Materialien: Zeitgenössische Bildhauer nutzen zunehmend auch Kunststoffe, Glas oder recycelte Materialien.
- Öffentlicher Raum: Skulpturen im öffentlichen Raum müssen zusätzlich Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit berücksichtigen (kunstepochen-im-ueberblick, bildkomposition-goldener-schnitt).