Vogelspinnen und andere Spinnentiere als Haustiere
Kurz: Vogelspinnen und andere Spinnentiere werden zunehmend als pflegeleichte Terrarientiere gehalten, da sie wenig Platz brauchen und selten gefüttert werden müssen. Anders als Hunde oder Katzen bauen sie keine Bindung zum Menschen auf, was die Haltung stark von anderen Haustieren unterscheidet.
Genauer: Je nach Herkunft benötigen die Tiere unterschiedliche Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen im Terrarium, die oft mit Thermometer und Hygrometer überwacht werden.
Im Detail
- Terrariengröße: Bodenbewohnende Arten brauchen mehr Grundfläche, baumbewohnende Arten eher Höhe für vertikales Klettern.
- Fütterung: Lebende Insekten wie Grillen oder Heuschrecken werden meist nur ein- bis zweimal pro Woche gefüttert.
- Häutung: Beim Wachsen stoßen die Tiere regelmäßig ihren alten Panzer ab, eine empfindliche Phase, in der sie nicht gestört werden sollten.
- Brennhaare: Manche Vogelspinnenarten schleudern bei Bedrohung feine Reizhaare ab, die Haut und Augen irritieren können.
- Giftigkeit: Die meisten gehaltenen Arten haben ein für Menschen ungefährliches Gift, vergleichbar mit einem Insektenstich.
- Haltungsgenehmigung: Je nach Region und Art können giftige oder besonders große Spinnentiere melde- oder genehmigungspflichtig sein.
- Lebenserwartung: Weibliche Vogelspinnen können je nach Art teils über 20 Jahre alt werden, deutlich länger als die meisten männlichen Tiere (terrarientiere-grundlagen).