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Holz schleifen: Körnung und Technik

Kurz: Schleifen macht Holzoberflächen glatt und bereitet sie auf Öl, Lasur oder Lack vor. Man arbeitet sich dabei von grober zu feiner Körnung vor, bis die gewünschte Oberfläche erreicht ist.

Genauer: Die Körnung auf Schleifpapier wird meist mit einem P und einer Zahl angegeben: Je höher die Zahl, desto feiner das Korn. Wer Körnungen auslässt oder quer zur Faser schleift, sieht die Kratzer oft erst nach dem Anstrich.

Im Detail

  • Grobe Körnung: Etwa P40 bis P80 dient zum Abtragen alter Farbschichten oder zum Begradigen unebener Flächen.
  • Mittlere Körnung: Etwa P100 bis P150 entfernt die Spuren des groben Schliffs und bereitet die Fläche vor.
  • Feine Körnung: Ab etwa P180 bis P240 entsteht eine glatte Oberfläche für den Anstrich; noch feinere Körnungen nutzt man für den Zwischenschliff zwischen Lackschichten.
  • Stufenweise vorgehen: Beim Wechsel sollte man keine Körnungsstufe weit überspringen, da feines Papier tiefe Kratzer kaum noch entfernt.
  • Mit der Faser: Von Hand immer in Faserrichtung schleifen; quer laufende Kratzer fallen nach dem Ölen oder Beizen besonders auf.
  • Werkzeuge: Für kleine Flächen genügt ein Schleifklotz, für große Flächen eignen sich Schwing- oder Exzenterschleifer, für Ecken Deltaschleifer.
  • Wässern: Vor wasserbasierten Anstrichen kann man das Holz leicht anfeuchten, trocknen lassen und aufgestellte Fasern fein nachschleifen.
  • Staubschutz: Holzstaub ist gesundheitsschädlich, Staub von Eiche und Buche gilt sogar als krebserzeugend; daher Absaugung nutzen und eine geeignete Staubmaske, etwa FFP2, sowie eine Schutzbrille tragen.
  • Alte Anstriche: Bei sehr alten Farbschichten können Schadstoffe wie Blei enthalten sein; im Zweifel nicht trocken abschleifen und fachkundigen Rat einholen (holz-arten-und-eigenschaften, holz-leimen-und-verbinden).