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Bindungsstile in Beziehungen

Kurz: Die Bindungstheorie beschreibt, wie frühe Erfahrungen mit Bezugspersonen das Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter prägen. Man unterscheidet meist sicheren, ängstlichen, vermeidenden und ängstlich-vermeidenden Bindungsstil.

Genauer: Die Theorie geht auf den Psychologen John Bowlby und die Forscherin Mary Ainsworth zurück.

Im Detail

  • Sicherer Stil: Vertrauen in sich und andere, Nähe und Autonomie lassen sich gut vereinbaren.
  • Ängstlicher Stil: Starkes Bedürfnis nach Nähe, Angst vor Verlust der Beziehung.
  • Vermeidender Stil: Bevorzugt Unabhängigkeit, tut sich mit emotionaler Nähe schwer.
  • Ängstlich-vermeidender Stil: Wunsch nach Nähe bei gleichzeitiger Angst davor.
  • Entstehung: Prägt sich oft schon in der frühen Kindheit durch das Verhalten der Bezugspersonen.
  • Veränderbarkeit: Bindungsstile sind keine festen Schicksale und können sich durch Erfahrungen und Reflexion wandeln.
  • Beziehungsarbeit: Wissen über den eigenen Stil erleichtert Kommunikation in Partnerschaften (konfliktmanagement-im-alltag).