Zeitraffer- und Timelapse-Fotografie
Kurz: Beim Zeitraffer werden viele Einzelbilder in festen Abständen aufgenommen und anschließend zu einem Video zusammengesetzt, das langsame Vorgänge stark beschleunigt zeigt. Wandernde Wolken, Sternenhimmel oder blühende Blumen wirken so in Sekunden statt Stunden.
Genauer: Je größer der Zeitabstand zwischen den Aufnahmen im Verhältnis zur Abspielgeschwindigkeit, desto stärker wirkt die Beschleunigung im fertigen Video.
Im Detail
- Intervall wählen: Schnelle Vorgänge wie Wolken brauchen kurze Intervalle (Sekunden), langsame wie Pflanzenwachstum lange Intervalle (Minuten bis Stunden).
- Stativ: Ein stabiles Stativ ist Pflicht, da jede Bewegung zwischen den Bildern im Video sichtbar ruckelt.
- Belichtung manuell fixieren: Manuelle Einstellungen verhindern, dass sich Helligkeit zwischen den Bildern sprunghaft ändert (belichtungsmessung-grundlagen).
- Stromversorgung: Lange Sequenzen über Stunden brauchen einen vollen Akku oder ein Netzteil.
- Bildanzahl berechnen: Gesamtdauer geteilt durch Intervall ergibt die Bildzahl, aus der sich bei 24 bis 30 Bildern pro Sekunde die Videolänge errechnet.
- Nachtaufnahmen: Für Sternenhimmel sind lange Belichtungszeiten und hohe ISO-Werte nötig (iso-und-bildrauschen).
- Zusammenfügen: Spezielle Software oder Schnittprogramme setzen die Einzelbilder zu einem flüssigen Video zusammen.