Jazz: Grundlagen und Stile
Kurz: Jazz entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in afroamerikanischen Gemeinschaften im Süden der USA, besonders in New Orleans. Typisch sind Improvisation, ein swingender Rhythmus und ein freier Umgang mit Melodie und Harmonie.
Genauer: Seine Wurzeln liegen unter anderem im Blues, im Ragtime, in Spirituals und in der Musik der Blaskapellen. Aus diesen Anfängen entwickelten sich viele Stile, die Pop-, Rock- und Filmmusik bis heute beeinflussen.
Im Detail
- Improvisation: Musikerinnen und Musiker erfinden Soli spontan über eine feste Akkordfolge und reagieren dabei aufeinander.
- Swing: Achtelnoten werden oft ungleich lang gespielt, was ein federndes, vorwärtsdrängendes Gefühl erzeugt.
- Synkopen und Blue Notes: Betonungen zwischen den Schlägen und leicht „gebogene“ Töne prägen den typischen Klang.
- Rhythmusgruppe: Klavier oder Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug bilden das Fundament, über dem Bläser oder Sänger solieren.
- Typischer Ablauf: Oft wird zuerst das Thema gespielt, dann folgen Soli über dieselbe Akkordfolge, am Ende kehrt das Thema zurück.
- Standards: Viele bekannte Stücke werden immer wieder neu interpretiert, häufig nach einem Leadsheet mit Melodie und Akkordsymbolen.
- Frühe Stile und Swing-Ära: Auf den New-Orleans-Jazz folgte in den 1930er-Jahren der Swing der großen Bigbands, etwa um Duke Ellington; als prägender früher Solist gilt Louis Armstrong.
- Bebop und danach: In den 1940er-Jahren brachte der Bebop schnelle Tempi und komplexe Harmonien, später folgten Cool Jazz, Modal Jazz, Free Jazz und Fusion.
- Einstieg: Wer Jazz lernen will, hört viel, singt Soli nach und übt Tonleitern und Akkorde über typische Akkordfolgen (musikgenres-ueberblick, akkorde-grundlagen, rhythmus-und-takt).