Dynamik in der Musik: laut und leise
Kurz: Dynamik beschreibt, wie laut oder leise Musik gespielt wird und wie sich die Lautstärke verändert. In Noten wird sie mit italienischen Begriffen und deren Abkürzungen angegeben.
Genauer: Die Angaben sind relativ und keine festen Messwerte: Ein Forte auf der Flöte klingt anders als auf der Posaune. Gute Dynamik macht Musik lebendig und hilft, Spannung aufzubauen und Höhepunkte zu gestalten.
Im Detail
- Grundstufen: p steht für piano (leise), f für forte (laut); dazwischen liegen mp (mezzopiano, mäßig leise) und mf (mezzoforte, mäßig laut).
- Extreme: pp (pianissimo) bedeutet sehr leise, ff (fortissimo) sehr laut; manche Komponisten schreiben auch ppp oder fff.
- Crescendo: Die Angabe cresc. oder eine sich öffnende Gabel bedeutet, allmählich lauter zu werden.
- Decrescendo und Diminuendo: decresc., dim. oder eine sich schließende Gabel bedeuten, allmählich leiser zu werden.
- Plötzliche Akzente: sfz (sforzato) verlangt einen kräftig betonten Einzelton, fp (fortepiano) laut ansetzen und sofort leise weiterspielen.
- Akzentzeichen: Kleine Zeichen über oder unter Noten heben einzelne Töne hervor, ohne die Grundlautstärke zu ändern.
- Das Klavier: Der Name Pianoforte entstand, weil man darauf je nach Anschlag leise und laut spielen konnte, was beim Cembalo kaum möglich ist.
- Üben: Eine Tonleiter einmal sehr leise und einmal sehr laut zu spielen schult die Kontrolle über den Klang.
- Hören: Starke Kontraste zwischen leisen und lauten Stellen wirken oft eindrucksvoller als dauerhaft hohe Lautstärke (noten-lesen-grundlagen, rhythmus-und-takt, instrument-effektiv-ueben).