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Akkordeon: Aufbau und Spielweise

Kurz: Das Akkordeon ist ein Handzuginstrument: Ein Balg erzeugt einen Luftstrom, der metallene Stimmzungen zum Schwingen bringt. Die rechte Hand spielt die Melodie, die linke Bass und Begleitakkorde.

Genauer: Es gehört zu den Instrumenten mit Durchschlagzungen, wie auch Mundharmonika und Bandoneon. Instrumente dieser Art entstanden im frühen 19. Jahrhundert, ein frühes Patent auf ein „Accordion“ wurde 1829 in Wien erteilt.

Im Detail

  • Balg: Durch Auf- und Zuziehen des Balgs strömt Luft an den Stimmzungen vorbei; mit dem Balgdruck steuert man Lautstärke und Ausdruck.
  • Melodieseite: Beim Pianoakkordeon hat die rechte Seite eine Klaviertastatur, beim Knopfakkordeon Reihen von Knöpfen.
  • Bassseite: Im verbreiteten Standardbass-System erzeugt ein Knopf entweder einen Basston oder einen fertigen Akkord wie Dur, Moll oder Septakkord.
  • Register: Schalter kombinieren verschiedene Sätze von Stimmzungen und verändern so die Klangfarbe, etwa heller oder voller.
  • Chromatisch und diatonisch: Chromatische Akkordeons geben auf Zug und Druck denselben Ton, diatonische Instrumente wie die Steirische Harmonika je nach Balgrichtung unterschiedliche Töne.
  • Verwandte Instrumente: Bandoneon und Konzertina arbeiten nach demselben Prinzip; das Bandoneon ist besonders mit dem argentinischen Tango verbunden.
  • Musikstile: Das Akkordeon ist in Volksmusik, französischer Musette, Polka, Folk und Popmusik ebenso zu hören wie in klassischen Konzertwerken.
  • Größe und Gewicht: Für Kinder und Anfänger gibt es kleinere Instrumente mit weniger Bässen, da große Akkordeons schwer sein können.
  • Lernen: Am Anfang übt man getrennt die Melodie rechts, die Bass-Akkord-Begleitung links und das gleichmäßige Wechseln der Balgrichtung (musikinstrumente-familien, akkorde-grundlagen, instrument-effektiv-ueben).