Fjorde: Entstehung und Beispiele
Kurz: Fjorde sind lang gestreckte, schmale Meeresarme, die während der Eiszeiten von Gletschern in das Festland geschnitten wurden. Nach dem Abschmelzen der Gletscher füllte Meerwasser die entstandenen tiefen Täler.
Genauer: Die charakteristischen steilen Felswände und die oft enorme Wassertiefe unterscheiden Fjorde deutlich von gewöhnlichen Flussmündungen oder Buchten.
Im Detail
- Gletschererosion: Fließende Gletscher schnitten über Jahrtausende tiefe, U-förmige Täler in das Gestein, die nach dem Schmelzen überflutet wurden.
- Norwegen als Hauptbeispiel: Die norwegische Küste gilt mit über tausend Fjorden als eine der bekanntesten Fjordlandschaften der Welt.
- Extreme Tiefen: Manche Fjorde erreichen Wassertiefen von mehreren hundert Metern, oft tiefer als das angrenzende offene Meer.
- Schwellen am Eingang: Viele Fjorde haben am Eingang eine flachere Schwelle, die durch zurückgelassene Gletschersedimente entstanden ist.
- Weitere bekannte Regionen: Neben Norwegen finden sich bedeutende Fjorde auch in Chile, Neuseeland, Alaska und Grönland.
- Ökologische Besonderheiten: Die geschützte Lage und besondere Wasserschichtung schaffen einzigartige Lebensräume für Fische und Meeressäuger.
- Touristische Bedeutung: Die dramatische Landschaft macht Fjorde zu beliebten Reisezielen, wobei Kreuzfahrten eine der häufigsten Besichtigungsformen sind (gletscher-und-eiszeiten, inseln-und-archipele).