Verwitterung und Erosion
Kurz: Verwitterung zerkleinert und zersetzt Gestein an Ort und Stelle, Erosion trägt das gelockerte Material ab und transportiert es fort. Zusammen formen sie über lange Zeiträume Täler, Küsten und Gebirge.
Genauer: Antriebe sind vor allem Wasser, Eis, Wind, Temperaturwechsel und Lebewesen. Das abgetragene Material wird an anderer Stelle wieder abgelagert, etwa als Sand, Kies oder Schlamm.
Im Detail
- Physikalische Verwitterung: Gefrierendes Wasser dehnt sich in Felsritzen aus und sprengt Gestein, starke Temperaturwechsel und Salzkristalle lockern es zusätzlich.
- Chemische Verwitterung: Wasser und darin gelöste Stoffe lösen Minerale auf oder verändern sie, etwa beim Auflösen von Kalk oder beim Rosten eisenhaltiger Gesteine.
- Biologische Verwitterung: Pflanzenwurzeln dringen in Spalten ein, Flechten und Mikroorganismen greifen die Gesteinsoberfläche an.
- Erosion durch Wasser: Flüsse schneiden sich in den Untergrund ein; ein bekanntes Beispiel ist der Grand Canyon, den der Colorado River über sehr lange Zeit geformt hat.
- Erosion durch Eis: Gletscher schleifen Täler zu breiten U-Tälern aus und schieben Schutt zu Moränen zusammen.
- Erosion durch Wind: In trockenen Gebieten bläst Wind feines Material fort und schleift Felsen ab; anderswo häuft er Dünen auf.
- Küstenerosion: Brandung und Sturmfluten nagen an Steilküsten und können Klippen abbrechen lassen.
- Bodenerosion: Wo Pflanzendecke fehlt, spülen Regen und Wind fruchtbaren Boden weg; Hecken, Terrassen und Bewuchs schützen davor.
- Ablagerung: Das transportierte Material bildet an anderer Stelle neue Landschaften, zum Beispiel Flussdeltas, Strände oder Schwemmebenen (gletscher-und-eiszeiten, flussdeltas-und-ihre-entstehung, wuesten-und-wuestenbildung).