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Monsun und Regenzeit

Kurz: Der Monsun ist ein großräumiges Windsystem, das im Lauf des Jahres seine Richtung wechselt. In vielen Regionen der Tropen und Subtropen bringt er eine ausgeprägte Regenzeit und eine Trockenzeit.

Genauer: Der Name stammt vom arabischen Wort für „Jahreszeit“. Antrieb ist vor allem der Temperaturunterschied zwischen Land und Meer: Im Sommer erwärmt sich das Land stärker, feuchte Meeresluft strömt landeinwärts und regnet sich ab.

Im Detail

  • Sommermonsun: Warme, feuchte Luft vom Ozean zieht über das Land, steigt auf und bringt kräftige, oft tagelange Regenfälle.
  • Wintermonsun: Das Land kühlt stärker ab als das Meer, der Wind dreht und weht trocken vom Land hinaus aufs Meer.
  • Verschiebung der Tropen-Regenzone: Die innertropische Konvergenzzone wandert mit dem Sonnenstand nach Norden und Süden und verstärkt das Muster.
  • Südasien: Der bekannteste Monsun prägt Indien und seine Nachbarländer; dort fällt ein großer Teil des Jahresniederschlags in wenigen Sommermonaten.
  • Weitere Monsungebiete: Auch Ostasien, Westafrika und Nordaustralien haben ausgeprägte Monsunzeiten.
  • Bedeutung für die Landwirtschaft: Reis und viele andere Kulturen hängen vom pünktlichen Einsetzen des Regens ab, ein schwacher Monsun kann Ernten gefährden.
  • Risiken: Starker Monsunregen kann Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen, ein ausbleibender Monsun Dürren.
  • Schwankungen: Stärke und Beginn des Monsuns ändern sich von Jahr zu Jahr, unter anderem beeinflusst durch Meerestemperaturen wie bei El Niño.
  • Einfluss auf das Leben: Feste, Reisezeiten und Arbeitsrhythmen richten sich in Monsunregionen oft nach Regen- und Trockenzeit (klimazonen-der-erde, meere-und-meeresstroemungen).