Mikroplastik in der Umwelt
Kurz: Mikroplastik sind winzige Kunststoffteilchen unter fünf Millimetern, die sich in Böden, Gewässern und sogar in der Atemluft finden. Sie entstehen durch den Zerfall größerer Plastikteile oder werden gezielt in Produkten eingesetzt.
Genauer: Man unterscheidet primäres Mikroplastik, das bereits klein hergestellt wird, von sekundärem Mikroplastik, das durch Verwitterung, Abrieb und UV-Strahlung aus größeren Kunststoffen entsteht.
Im Detail
- Quellen im Alltag: Autoreifenabrieb, synthetische Textilfasern beim Waschen und zerfallende Plastikverpackungen sind Hauptquellen.
- Verbreitungswege: Über Abwasser, Flüsse und Wind gelangt Mikroplastik bis in entlegene Gebiete wie die Tiefsee und die Arktis.
- Aufnahme in die Nahrungskette: Kleine Organismen nehmen Mikroplastik auf, wodurch es sich über die Nahrungskette anreichern kann (nahrungskette-und-oekosystem).
- Abbauzeiten: Kunststoffe zerfallen zwar mechanisch in immer kleinere Teile, bauen sich chemisch aber nur extrem langsam ab.
- Gesundheitsfragen: Langzeitfolgen der Aufnahme über Nahrung und Atemluft werden intensiv erforscht, sind aber noch nicht abschließend geklärt.
- Vermeidung: Waschbeutel für synthetische Kleidung und der Verzicht auf unnötige Einwegplastik-Produkte reduzieren den Eintrag.
- Gesetzliche Maßnahmen: Die EU hat bereits bestimmte Einwegplastikartikel verboten, um die Mikroplastik-Belastung zu senken (recycling-von-kunststoff).