Wie ein Sprachmodell trainiert wird
Kurz: Ein Sprachmodell wird in Stufen trainiert: Vortraining (nächstes Token auf riesigen Textmengen vorhersagen), Nachtraining (Anweisungen befolgen) und Feinabstimmung mit menschlichem Feedback. Das Vortraining kostet fast die gesamte Rechenzeit.
Genauer: Beim Vortraining liest das Modell Billionen Token aus Web-Seiten, Büchern, Code, Papers. Für jede Position soll es das nächste Token vorhersagen. Der Fehler ist die Kreuzentropie. Dabei lernt es Grammatik, Fakten, Muster und Denkschemata, weil sie dem Vorhersagen helfen.
Im Detail
- Daten: Gefiltert, entdoppelt, in Qualitätsstufen gemischt. Web-Crawls (Common Crawl), Bücher, Wikipedia, Code (GitHub), wissenschaftliche Texte, synthetische Daten.
- Umfang: Aktuelle große Modelle sehen zehn Billionen und mehr Token.
- Rechenaufwand: Grob
6 · Parameter · TokenRechenoperationen (FLOPs). Ein 70-Milliarden-Modell mit 15 Billionen Token braucht etwa 6·10²⁴ FLOPs, Wochen auf Tausenden GPUs. - Stufen:
- Vortraining (selbstüberwacht).
- Kontext-Verlängerung (längere Beispiele).
- Instruktions-Tuning und Chat-Format (Anleitung folgen).
- RLHF und Präferenzoptimierung (Hilfsbereit, ehrlich, unschädlich).
- Reasoning-Modelle und Chain of Thought (Verstärkungslernen auf Aufgaben mit prüfbarer Lösung).
- Skalierung: Mehr Parameter, Daten und Rechenzeit verbessern den Verlust vorhersagbar, siehe Skalierungsgesetze.
- Wissens-Stichtag: Das Modell weiß nur, was bis zu den Trainingsdaten bekannt war (Knowledge Cutoff).
- Hardware: Training im Großen: GPUs, Parallelität und Speicher.
Siehe auch: Wie ein Sprachmodell Text erzeugt: Schritt für Schritt, finetuning-und-lora