Verlustfunktionen: MSE und Kreuzentropie
Kurz: Die Verlustfunktion (Loss) ist eine Zahl, die misst, wie falsch die Vorhersage eines Modells ist. Training heißt, diese Zahl zu verkleinern.
Genauer: Ohne ein messbares Ziel kann man nichts optimieren. Die Wahl der Verlustfunktion bestimmt, was das Modell als „gut“ versteht.
Im Detail
- MSE (mittlerer quadratischer Fehler):
(1/n) Σ (y − ŷ)². Für Regression. Große Fehler zählen überproportional. - MAE: Mittlerer absoluter Fehler, weniger empfindlich gegen Ausreißer.
- Kreuzentropie:
−Σ y·log(p). Für Klassifikation. Je sicherer das Modell bei der falschen Klasse ist, desto größer der Verlust. Bei Sprachmodellen: negativer Logarithmus der Wahrscheinlichkeit des richtigen nächsten Tokens. - Perplexität:
e^(Verlust), anschaulich die „effektive Zahl gleichwahrscheinlicher Alternativen“ beim Raten des nächsten Tokens. - Hinge-Loss, Huber-Loss, Kontrastive Verluste (für Embeddings) sind weitere.
- Regularisierung: Zusätzliche Strafterme gegen zu große Gewichte.
- Gesamtbild: Verlust → Gradient → Gewichte anpassen, siehe gradientenabstieg-und-lernen-aus-daten.
- Vorsicht: Ein niedriger Verlust heißt nicht automatisch ein nützliches Modell. Falsches Ziel führt zu Fehlverhalten („Reward Hacking“).
Siehe auch: Softmax und Wahrscheinlichkeiten, Optimierer: SGD, Momentum und Adam