RAG-Pipeline: Chunking, Reranking und Evaluation
Kurz: RAG (Retrieval-Augmented Generation) gibt einem Sprachmodell passende Textstellen aus eigenen Dokumenten mit, damit es auf dieser Grundlage antwortet. Die Qualität hängt stärker an der Suche als am Modell.
Die Schritte
- Aufnahme: Dokumente einlesen (PDF, Web, Datenbank) und bereinigen.
- Chunking: in Stücke teilen, etwa 200 bis 800 Token, mit etwas Überlappung. Zu kleine Stücke verlieren Zusammenhang, zu große verwässern die Suche. Besser an Absätzen und Überschriften trennen als mitten im Satz.
- Einbetten: jedes Stück in einen Vektor umwandeln, siehe Vektordatenbanken und Ähnlichkeitssuche.
- Abruf: zur Frage die ähnlichsten Stücke holen (zum Beispiel die besten 20).
- Reranking: ein genaueres Modell sortiert diese Treffer neu und behält die besten 3 bis 5.
- Antwort: Frage und Stücke gehen ans Sprachmodell, das mit Quellenangabe antworten soll.
Typische Fehler
- Die richtige Stelle wird nicht gefunden (Chunking oder Einbettung schlecht).
- Die Stelle wird gefunden, das Modell ignoriert sie oder erfindet dazu, siehe Halluzination (KI).
- Veraltete Dokumente bleiben im Index.
Evaluation
Man baut eine Liste echter Fragen mit bekannten Antworten und misst getrennt: Wird die richtige Stelle gefunden (Recall@k)? Ist die Antwort korrekt und durch die Stellen belegt? Mehr dazu in KI-Evaluierung: Tests, Benchmarks und LLM als Richter.
Siehe auch: Hybridsuche: BM25 plus Vektoren