Lineare und logistische Regression
Kurz: Die lineare Regression legt eine Gerade (oder Ebene) durch Datenpunkte: Ausgabe = Gewicht × Eingabe + Achsenabschnitt. Die logistische Regression macht daraus mit einer Sigmoid-Funktion eine Wahrscheinlichkeit für zwei Klassen.
Genauer: Beide sind die einfachsten lernenden Modelle und stecken als Baustein in neuronalen Netzen: Ein einzelnes Neuron ist im Kern eine lineare Regression mit Aktivierungsfunktion.
Im Detail
- Lineare Regression:
y = w1·x1 + w2·x2 + … + b. Gewichte w und b werden so gewählt, dass der mittlere quadratische Fehler minimal ist. Es gibt eine geschlossene Lösung (Normalgleichung) und das Gradientenverfahren. - Logistische Regression:
p = σ(w·x + b)mitσ(z) = 1 / (1 + e^(-z)). Ausgabe zwischen 0 und 1, als Wahrscheinlichkeit zu deuten. Verlust: Kreuzentropie. - Interpretation: Das Vorzeichen und die Größe von w zeigen, wie ein Merkmal wirkt, deshalb gut erklärbar.
- Grenzen: Nur lineare Zusammenhänge (außer mit Merkmals-Tricks wie Quadrieren).
- Regularisierung: L1 (Lasso) macht Gewichte genau null, L2 (Ridge) macht sie klein.
- Beispiel: Preis ≈ 3000·Fläche + 20000·Zimmer + 15000.
Siehe auch: Klassifikation und Regression, Neuronen, Schichten und Aktivierungsfunktionen