Konstitutionelle KI und Regelwerke für Modelle
Kurz: Bei der Konstitutionellen KI gibt man dem Modell einen schriftlichen Satz von Grundsätzen. Das Modell prüft und verbessert damit seine eigenen Antworten, statt dass Menschen jede einzelne bewerten.
Der Ablauf
- Entwurf: Das Modell antwortet auf eine heikle Frage.
- Kritik: Es bekommt einen Grundsatz („Antworte hilfreich, aber ohne bei Gefährlichem zu helfen“) und soll seine Antwort dagegen prüfen.
- Überarbeitung: Es schreibt eine bessere Antwort.
- Aus den Paaren (schlecht, besser) entsteht ein Datensatz zum Feintuning.
- In einer zweiten Phase bewertet das Modell selbst, welche von zwei Antworten den Grundsätzen besser entspricht. Diese KI-Präferenzen ersetzen teilweise menschliche Bewertungen, siehe RLHF und Präferenzoptimierung. Das nennt man RLAIF.
Vorteile und Grenzen
- Regeln sind lesbar und änderbar, statt versteckt in Tausenden Einzelbewertungen.
- Weniger menschliche Arbeit bei heiklen Inhalten.
- Das Ergebnis ist nur so gut wie die Grundsätze und das bewertende Modell. Lücken und Widersprüche bleiben, siehe Sicherheit, Ausrichtung und Jailbreaks.
Siehe auch: Instruktions-Tuning und Chat-Format