KI in der Medizin
Kurz: KI hilft in der Medizin bei Bilddiagnostik, Wirkstoffsuche und Dokumentation. Sie soll Ärztinnen und Ärzte unterstützen, nicht ersetzen. Strenge Regeln gelten für Medizinprodukte.
Genauer: Besonders gut funktionieren klar umrissene Aufgaben mit vielen Beispielen, etwa das Erkennen von Auffälligkeiten auf Röntgenbildern oder Hautfotos.
Im Detail
- Bildgebung: CNNs und Vision Transformer finden Tumore, Netzhaut-Schäden, Knochenbrüche. Oft als „zweite Meinung“.
- Sprache: Arztbriefe zusammenfassen, Diktate schreiben, Leitlinien durchsuchen.
- AlphaFold: Sagt die 3D-Form von Proteinen aus der Aminosäure-Folge voraus. Nobelpreis Chemie 2024 (Hassabis, Jumper, Baker).
- Wirkstoffe: KI schlägt Moleküle vor und sortiert Kandidaten, spart Laborarbeit.
- Risiken: Verzerrte Daten (Hautfarbe, Geschlecht), Übertragbarkeit auf andere Geräte/Kliniken, falsches Vertrauen („Automation Bias“), Datenschutz sensibler Gesundheitsdaten.
- Zulassung: In der EU gelten die Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und der EU AI Act und Regeln für KI (Hochrisiko).
- Für Laien: Chat-Assistenten ersetzen keine Diagnose. Bei Beschwerden Ärzte fragen, siehe ki-assistenten-sinnvoll-und-sicher-nutzen.
Siehe auch: Verzerrung, Fairness und Datenqualität, Faltungsnetze (CNN) für Bilder