Spielen unter Linux: Steam, Proton und Wine
Kurz: Windows-Spiele laufen unter Linux meist über Wine und Proton, eine Übersetzungsschicht, die Windows-Aufrufe in Linux-Aufrufe umsetzt. Mit Steam und Proton klappt das für sehr viele Spiele per Klick.
Genauer: Wine ist kein Emulator, es stellt die Windows-Programmierschnittstelle unter Linux bereit. Proton ist Valves Version von Wine mit Zusätzen (DXVK, VKD3D für DirectX → Vulkan).
Im Detail
- Steam: Linux-Client, aktiviert Proton unter „Einstellungen → Kompatibilität“.
- ProtonDB: Webseite mit Berichten, ob ein Spiel läuft (Platin, Gold, Silber, Bronze, Defekt).
- Lutris, Heroic, Bottles: Verwalter für Spiele von anderen Läden (GOG, Epic) und Wine-Umgebungen.
- Hindernisse: Manche Anti-Cheat-Systeme blockieren Linux. Prüfen vor dem Kauf.
- Leistung:
gamemode, MangoHud (Anzeige), aktuelle Mesa-Treiber, Vulkan. - Steam Deck: Läuft mit SteamOS auf Arch-Basis, siehe SteamOS, Zorin OS und weitere Spezial-Distributionen.
- Distributionen für Spiele: Bazzite, Nobara, Pop!_OS.
- Büro-Programme: Wine kann auch Windows-Programme starten, besser sind native Alternativen.
Siehe auch: Grafik, Audio und Treiber unter Linux, Linux-Distributionen: Familienstammbaum