Prozesse und Signale: ps, top und kill
Kurz: Jedes laufende Programm ist ein Prozess mit einer Nummer (PID). Mit ps und top sieht man sie, mit Signalen steuert oder beendet man sie.
Prozesse ansehen
ps aux # alle Prozesse mit Benutzer, CPU, Speicher
ps aux | grep firefox # bestimmte Prozesse finden
top # laufende Übersicht (q beendet)
htop # komfortablere Variante, falls installiert
pgrep -a nginx # PIDs nach NamenIn top zeigen %CPU und %MEM die Last. Ein Prozess hat einen Zustand, zum Beispiel R läuft, S wartet, Z Zombie (beendet, aber noch nicht abgeholt).
Signale
Mit kill schickt man ein Signal an einen Prozess:
kill PIDoderkill -15 PID(SIGTERM): höfliche Bitte, sich zu beenden. Das Programm kann aufräumen.kill -9 PID(SIGKILL): sofortiges Ende durch den Kernel, ohne Aufräumen. Nur wenn nötig.kill -HUP PID: viele Dienste lesen daraufhin ihre Einstellungen neu.Strg+Cim Terminal sendet SIGINT,Strg+Zhält den Prozess an.killall nameundpkill namewirken nach Namen.
Vorder- und Hintergrund
befehl & startet im Hintergrund, jobs listet, fg holt zurück. Für Dauerläufer eignet sich tmux und screen: mehrere Terminals in einem oder ein Dienst unter systemd und Init-Systeme.
Siehe auch: Speicherverwaltung und OOM-Killer