PID-Regler
Kurz: Ein PID-Regler steuert eine Stellgröße so, dass ein Istwert (zum Beispiel eine Temperatur) möglichst schnell und ruhig auf einen Sollwert kommt.
Genauer: Er rechnet aus der Regelabweichung (Soll minus Ist) drei Anteile und addiert sie: Proportional, Integral und Differential.
Im Detail
- P-Anteil: Stellgröße proportional zur aktuellen Abweichung. Schnell, lässt aber oft eine bleibende Restabweichung.
- I-Anteil: Summiert die Abweichung über die Zeit und beseitigt so die Restabweichung. Zu stark macht ihn träge und schwingend („Integrator-Windup” bei begrenztem Stellglied).
- D-Anteil: Reagiert auf die Änderungsgeschwindigkeit der Abweichung und dämpft Überschwingen. Er verstärkt aber Messrauschen.
- Formel:
u = Kp·e + Ki·∫e dt + Kd·de/dt. - Einstellen: Faustregeln wie Ziegler-Nichols oder Probieren: erst Kp, dann Kd, dann Ki.
- Einsatz: Heizungen und Thermostate, Lüftersteuerung per Temperatursensor, Drohnen, Tempomat, 3D-Drucker-Heizbett.
Siehe auch: Zustandsautomat