iptables und Netfilter
Kurz: Netfilter ist das Paketfilter-Gerüst im Linux-Kernel, iptables das klassische Werkzeug, um dafür Regeln zu schreiben.
Genauer: Jedes Paket durchläuft Haken (Hooks) im Kernel. Regeln in Tabellen und Ketten entscheiden, ob es angenommen, verworfen oder umgeschrieben wird. Der Nachfolger heißt nftables.
Im Detail
- Tabellen:
filter(erlauben/verbieten),nat(Adressen umschreiben),mangle(Pakete verändern). - Ketten:
INPUT(an diesen Rechner),OUTPUT(von ihm),FORWARD(durchgereicht), außerdemPREROUTINGundPOSTROUTING. - Regel: Bedingung plus Ziel, etwa
-p tcp --dport 22 -j ACCEPT. Die erste passende Regel gewinnt, sonst gilt die Standardrichtlinie der Kette. - Zustandsverfolgung:
-m conntrack --ctstate ESTABLISHED,RELATEDerlaubt Antworten auf eigene Verbindungen. - Einsatz: Heimrouter, Server-Firewalls, Docker (legt eigene Regeln an), Port-Weiterleitung.
- Heute: Neue Systeme nutzen nftables oder Frontends wie ufw und firewalld. Siehe NAT.
Siehe auch: fail2ban