Invertierter Index
Kurz: Ein invertierter Index ordnet jedem Wort die Liste der Dokumente zu, in denen es vorkommt. Er macht Volltextsuche schnell.
Genauer: Statt bei jeder Suche alle Texte zu durchlaufen, schlägt man das Wort im Index nach, wie im Stichwortverzeichnis eines Buches.
Im Detail
- Aufbau:
wort → [Dokument-ID, ...], oft mit Häufigkeit und Positionen (für Phrasensuche wie „rote Katze”). - Vorverarbeitung: Kleinschreibung, Zerlegung in Wörter (Tokenisierung), Wortstämme (Stemming), Stoppwörter weglassen.
- Mehrere Wörter: Die Listen werden geschnitten (UND) oder vereinigt (ODER). Da sie sortiert sind, geht das per Zusammenführen sehr schnell.
- Ranking: Verfahren wie TF-IDF und BM25 gewichten seltene Wörter höher. Siehe Hybridsuche.
- Einsatz: Lucene, Elasticsearch, PostgreSQL-Volltext (GIN-Index), Suchmaschinen, das Wiki-Suchfeld.
- Preis: Der Index belegt Platz und muss bei Änderungen aktualisiert werden.
Siehe auch: Elasticsearch