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Spaltenorientierte Speicherung und OLAP

Kurz: Spaltenorientierte Datenbanken speichern Werte einer Spalte zusammen statt Zeile für Zeile. Das beschleunigt Auswertungen über viele Zeilen enorm und lässt sich sehr gut komprimieren.

Genauer: OLTP-Systeme (Bestellungen, Buchungen) lesen und ändern einzelne Zeilen, dafür ist Zeilenspeicherung ideal. OLAP-Systeme (Berichte, Analysen) summieren wenige Spalten über Millionen Zeilen, dort liest Spaltenspeicherung nur die nötigen Daten.

Im Detail

  • Kompression: Gleichartige Werte nebeneinander lassen sich stark packen (Run-Length, Wörterbuch).
  • Vektorisierte Verarbeitung: CPU verarbeitet Blöcke von Werten mit SIMD.
  • Beispiele: ClickHouse, DuckDB, BigQuery, Parquet-Dateien.
  • Data Warehouse: Zentrale Sammlung aus mehreren Quellen für Auswertungen.
  • ETL/ELT: Daten extrahieren, transformieren, laden.
  • Nachteil: Einzelne Zeilen ändern oder komplett lesen ist langsamer.

Siehe auch: B-Baum und B+-Baum, Abfrageplaner und EXPLAIN