Container-Sicherheit
Kurz: Container teilen sich den Kernel mit dem Host, deshalb ist ihre Isolation schwächer als bei virtuellen Maschinen. Sicherheit entsteht durch minimale Images, wenig Rechte und Laufzeit-Beschränkungen.
Genauer: Ein Ausbruch aus dem Container kann den Host gefährden. Daher gilt: so wenige Rechte wie möglich, kleine Angriffsfläche, aktuelle Basis-Images und Überwachung.
Im Detail
- Nicht als root laufen: Eigener Nutzer im Container, rootless-Modus.
- Capabilities entziehen: Nur nötige Linux-Capabilities (z. B.
--cap-drop=ALL). - Read-only-Dateisystem und
no-new-privileges. - Minimale Images: Distroless/Alpine/Scratch, Multi-Stage-Builds, weniger Pakete = weniger Lücken.
- Image-Scans: Trivy, Grype finden bekannte Schwachstellen.
- Secrets: Nie ins Image backen, über Secret-Manager/Umgebung zur Laufzeit.
- Netzwerk-Segmentierung: NetworkPolicies, kein offener Docker-Socket.
- Seccomp/AppArmor: Systemaufrufe einschränken.
- Signierte Images und vertrauenswürdige Registries.
Siehe auch: Container-Interna: Namespaces und cgroups, Software-Lieferkette und SBOM