Dateiendungen und Dateitypen: Woran man Dateien erkennt
Kurz: Die Dateiendung (zum Beispiel .pdf oder .jpg) zeigt, welches Programm eine Datei öffnet; sie sagt aber nicht sicher, was wirklich in der Datei steckt.
Genauer: Hinter dem letzten Punkt im Dateinamen steht die Dateiendung (Extension). Das Betriebssystem ordnet sie einem Programm zu: bericht.docx öffnet Word, foto.png die Bildanzeige. Der tatsächliche Aufbau einer Datei steht im Inhalt, und der kann von der Endung abweichen.
Im Detail
Häufige Endungen
- Text:
.txt,.md,.pdf,.docx,.odt - Tabellen:
.xlsx,.ods,.csv - Bilder:
.jpg/.jpeg(Fotos),.png(Grafiken, Transparenz),.gif,.webp,.svg(Vektor) - Audio:
.mp3,.wav,.flac - Video:
.mp4,.mkv,.mov - Archive:
.zip,.7z,.tar.gz - Programme:
.exe,.msi(Windows),.dmg(macOS),.apk(Android),.sh - Code:
.py,.js,.html,.css
Endungen anzeigen und ändern
Windows blendet bekannte Endungen standardmäßig aus. Aktiviere sie im Explorer unter Ansicht → Anzeigen → Dateinamenerweiterungen. Eine Endung umzubenennen wandelt die Datei nicht um: Aus bild.png wird durch Umbenennen in bild.jpg keine JPEG-Datei. Zum Umwandeln braucht man ein Programm („Speichern unter“, „Exportieren“, Konverter).
Sicherheit
Gefährlich sind doppelte Endungen wie rechnung.pdf.exe (bei ausgeblendeter Endung sieht es aus wie ein PDF), Skripte (.js, .vbs, .bat, .ps1), Makros in Office-Dateien (.docm, .xlsm) und Archive mit Passwort in Mails. Öffne nie unerwartete Anhänge, prüfe den Absender und lasse Endungen sichtbar. Mit Virenscanner und Vorsicht minimierst du das Risiko.
Wie Programme den Typ erkennen
Viele Dateien beginnen mit einer Signatur („Magic Number“): PDF mit %PDF, PNG mit \x89PNG, ZIP mit PK. Der Linux-Befehl file datei verrät den echten Typ, unabhängig von der Endung. Webserver senden zusätzlich einen MIME-Typ (zum Beispiel image/png).
Siehe auch: Dateien und Ordner verstehen, ZIP-Dateien, Phishing