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Struktogramm, Programmablaufplan und Flussdiagramm

Kurz: Struktogramme (Nassi-Shneiderman) und Programmablaufpläne stellen Algorithmen grafisch dar; sie sind in der Ausbildung und in IHK-Prüfungen üblich.

Genauer: Bevor man Code schreibt, hilft es, den Ablauf eines Algorithmus zu zeichnen. Zwei klassische Notationen sind das Struktogramm (Kästen, die ineinander verschachtelt sind) und der Programmablaufplan (PAP) mit Symbolen und Pfeilen.

Im Detail

Die Grundbausteine

Jeder Algorithmus besteht aus drei Strukturen:

  • Sequenz: Anweisungen nacheinander.
  • Auswahl (Verzweigung): wenn Bedingung dann … sonst ….
  • Wiederholung (Schleife): mit Kopf- oder Fußprüfung (solange, bis, für). Ein Struktogramm kennt nur diese drei Kästen, deshalb sind Sprünge (goto) nicht möglich, und der Ablauf bleibt klar.

Struktogramm (Nassi-Shneiderman)

+-------------------------------+
| lies zahl                     |
+-------------------------------+
| zahl > 0 ?                    |
|   ja          |      nein     |
| gib "positiv" | gib "nicht    |
|               |   positiv"    |
+-------------------------------+

Wiederholungen stehen als Kasten mit Einrückung, zum Beispiel „solange i < 10: …“. Vorteil: Eindeutig, jede Struktur hat einen Eingang und einen Ausgang.

Programmablaufplan (PAP)

Symbole nach DIN 66001: Oval für Start/Ende, Rechteck für Verarbeitung, Raute für Entscheidung (Ja/Nein-Zweige), Parallelogramm für Ein-/Ausgabe, Pfeile für den Ablauf. Der PAP ist flexibler, kann aber unübersichtlich werden („Spaghetti“), wenn viele Sprünge entstehen.

Übung und Prüfung

Typische Aufgaben: Maximum aus Zahlen, Summe 1 bis n, Primzahltest, Sortieren, Fakultät. Vorgehen: Eingaben und Ausgaben klären, Ablauf in Worten beschreiben, dann zeichnen und mit Testwerten durchspielen (Schreibtischtest mit Tabelle der Variablenwerte). Prüfe Randfälle wie 0, leere Eingabe, negative Zahlen. Auch Pseudocode ist eine Hilfe.

Siehe auch: Modellierung (UML, EPK, BPMN), Pseudocode, Schleifen