JRE (Java Runtime Environment)
Kurz: Die JRE ist die Laufzeitumgebung, die man braucht, um fertige Java-Programme auszuführen. Sie besteht aus der JVM und den Standardbibliotheken, enthält aber keinen Compiler.
Genauer: Zur Entwicklung braucht man das größere JDK, das die JRE und zusätzlich Werkzeuge wie javac enthält. Anwender, die ein Java-Programm nur starten wollen, brauchten früher nur die JRE.
Im Detail
JDK (Entwickeln)
├─ Werkzeuge: javac, jar, javadoc, jdb, jlink ...
└─ JRE (Ausführen)
├─ Standardbibliothek (java.base, java.sql ...)
└─ JVM (führt Bytecode aus: Interpreter + JIT + Garbage Collector)
- JVM: Die virtuelle Maschine, die den Bytecode ausführt.
- JRE = JVM + Klassenbibliothek. Kein Compiler, keine Entwicklerwerkzeuge.
- JDK = JRE + Entwicklerwerkzeuge.
- Seit Java 11 gibt es von Oracle keinen separaten JRE-Download mehr. Das JDK genügt für beides. Mit
jlinkbaut man ein kleines eigenes Laufzeit-Image, das nur die benötigten Module enthält. - Version prüfen:
java -versionzeigt die laufende Laufzeitumgebung,javac -versiondie des Compilers. - Typische Fehler: „Unsupported class file major version” bedeutet, dass der Bytecode mit einem neueren JDK erzeugt wurde, als die ausführende JRE kennt. Dann
JAVA_HOMEundPATHprüfen. - Alternativen: OpenJDK-Builds von Eclipse Temurin, Amazon Corretto, Azul Zulu und anderen.
Siehe auch: JDK, JVM (Java Virtual Machine), javac (Java-Compiler)