Thematische TLD
Kurz: Eine TLD, die ein Themengebiet statt ein Land oder eine Organisation ausdrückt, z. B. .shop, .dev, .blog oder .wiki.
Genauer: Thematische TLDs sind Teil der seit 2012 stark erweiterten Liste generischer TLDs (gTLD) und helfen, den Zweck einer Website schon am Domainnamen erkennbar zu machen. Registrierungsregeln (offen für alle vs. eingeschränkt) legt die jeweilige Vergabestelle fest.
Im Detail
Vor der ICANN-Erweiterung 2012 gab es nur eine Handvoll fester generischer TLDs (.com, .net, .org, .info, .biz u. a.). Seither können Organisationen eigene TLDs beantragen, was zu hunderten neuen, oft thematisch klar benannten Endungen führte — .shop für Onlinehändler, .dev für Entwickler-Projekte, .blog für Blogs, .app (das sogar technisch erzwingt, dass jede Website darunter per HTTPS ausgeliefert wird, in die TLD-Registrierung fest eingebaut).
Der Vorteil gegenüber einer generischen .com-Domain: Ein Name wie emzett.shop kommuniziert den Zweck der Seite schon in der URL, oft kürzer als ein Umweg über Zusatzwörter unter .com (emzett-shop.com). Der Nachteil: Nutzer sind an .com als “Standard” gewöhnt und geben thematische TLDs seltener aus dem Gedächtnis in die Adresszeile ein, weshalb viele Unternehmen zusätzlich zur thematischen TLD auch die .com-Variante registrieren und beide auf dieselbe Seite umleiten.
Siehe auch: TLD, Offene TLD, Geschlossene TLD