Internet
Bild: The Opte Project, CC BY 2.5, Wikimedia Commons
Kurz: Der weltweite Zusammenschluss unzähliger einzelner Netzwerke zu einem globalen Netzwerk, das über standardisierte Protokolle (v. a. TCP/IP) kommuniziert.
Genauer: Kein zentral verwaltetes Netz, sondern ein “Netzwerk aus Netzwerken” (Internetworking) — Internet-Service-Provider, Rechenzentren, Unternehmensnetze usw. sind über Router und Backbone-Leitungen miteinander verbunden. Adressierung erfolgt über IP-Adressen, Namen darüber per DNS.
Im Detail
Die Bezeichnung “Internet” (von “Interconnected Networks”) beschreibt genau das Prinzip: kein einzelnes großes Netz, sondern viele einzelne, unabhängig betriebene Netzwerke, die sich gegenseitig über standardisierte Protokolle verbinden. Wichtige Bausteine dieser Struktur:
- Backbone-Netze: extrem leistungsfähige Fernverbindungen (oft Glasfaser), die große Regionen/Kontinente verbinden, betrieben von großen Netzbetreibern.
- Internet-Exchange-Points (IXPs): Orte, an denen viele verschiedene Netzwerke ihren Traffic direkt untereinander austauschen können, statt über Umwege.
- Autonome Systeme: jedes größere Netzwerk (ein Provider, ein Universitätsnetz, ein Großunternehmen) verwaltet seinen eigenen Adressbereich selbstständig und tauscht Routing-Informationen über das Protokoll BGP mit anderen autonomen Systemen aus.
Kein Unternehmen und keine Regierung “besitzt” das Internet als Ganzes — es funktioniert, weil sich alle beteiligten Netzwerke freiwillig an dieselben offenen Standards halten (TCP/IP, DNS, HTTP usw.), die von Organisationen wie der IETF entwickelt und gepflegt werden, aber niemandem “gehören”.