ccTLD
Kurz: “Country Code Top-Level-Domain” — eine länderspezifische TLD wie .de, .at oder .fr, abgeleitet aus dem zweistelligen ISO-3166-Ländercode.
Genauer: Jede ccTLD wird von einer nationalen Registrierungsstelle verwaltet (für .de z. B. die DENIC) und unterliegt oft eigenen, landesspezifischen Vergaberichtlinien (z. B. Pflicht zu einem admin-c mit Wohnsitz im jeweiligen Land).
Im Detail
ccTLDs unterscheiden sich stark in ihren Vergaberegeln. Manche sind praktisch offen für jeden (z. B. .io, das eigentlich dem britischen Außengebiet Chagos-Archipel zugeordnet ist, aber weltweit vor allem von Tech-Startups genutzt wird), andere verlangen einen tatsächlichen lokalen Bezug — für .de etwa muss laut DENIC-Richtlinien ein administrativer Ansprechpartner (“admin-c”) mit ladungsfähiger Anschrift in Deutschland benannt werden.
Manche ccTLDs werden bewusst für ihre Buchstabenkombination statt ihre geografische Bedeutung registriert (“Domain Hacking”) — .tv (eigentlich Tuvalu) für Streaming-Angebote, .ai (eigentlich Anguilla) für KI-Startups, .fm (eigentlich Mikronesien) für Radio-/Podcast-Projekte. Das bringt den jeweiligen Inselstaaten teils erhebliche Einnahmen aus der Domain-Vergabe.
Siehe auch: TLD, Ländercodes, Geografische TLD