Windows-Registry: Die zentrale Konfigurationsdatenbank
Kurz: Eine hierarchische Datenbank, in der Windows und viele Programme ihre Einstellungen speichern.
Genauer: Die Registry (Registrierungsdatenbank) ersetzte ab Windows 95 die vielen einzelnen INI-Dateien. Sie ist ein Baum aus Schlüsseln (wie Ordner) und Werten (wie Dateien mit Name, Typ und Inhalt). Der Registrierungs-Editor regedit zeigt sie an.
Im Detail
Aufbau
Die oberste Ebene bilden die Hives:
HKEY_LOCAL_MACHINE(HKLM): Einstellungen für den ganzen Rechner.HKEY_CURRENT_USER(HKCU): Einstellungen des angemeldeten Benutzers.HKEY_CLASSES_ROOT: Zuordnung von Dateitypen zu Programmen.HKEY_USERSundHKEY_CURRENT_CONFIG. Werte haben Typen wieREG_SZ(Text),REG_DWORD(32-Bit-Zahl),REG_BINARYundREG_MULTI_SZ. Die Daten liegen in Dateien wieNTUSER.DATund unterC:\Windows\System32\config.
Beispiele für Eingriffe
Programme starten automatisch über HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run. Mit PowerShell lässt sich die Registry wie ein Laufwerk lesen:
Get-ItemProperty 'HKCU:\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run'
Set-ItemProperty -Path 'HKCU:\Software\Beispiel' -Name 'Wert' -Value 1Änderungen können auch als .reg-Datei weitergegeben werden, ein Doppelklick trägt sie ein.
Vorsicht
Falsche Änderungen können Programme oder Windows unbrauchbar machen. Vor einer Änderung den betroffenen Schlüssel exportieren (Datei, Exportieren) oder einen Wiederherstellungspunkt anlegen. Sogenannte „Registry-Cleaner“ bringen praktisch keinen Nutzen und richten oft Schaden an. Schadprogramme nutzen Autostart-Schlüssel, um sich einzunisten, deshalb sind sie auch ein Ort für Kontrollen.
Heute
Viele Einstellungen lassen sich ohne Registry über die Einstellungen-App oder Gruppenrichtlinien setzen, die im Hintergrund oft ebenfalls Registry-Werte schreiben. Universal-Windows-Apps speichern ihre Daten meist in eigenen Ordnern. Unter Linux entsprechen Konfigurationsdateien (/etc, ~/.config) und unter macOS plist-Dateien dieser Aufgabe.
Siehe auch: PowerShell, Windows 11, Windows