Nginx und Reverse-Proxy
Kurz: Ein Reverse-Proxy nimmt Anfragen aus dem Internet entgegen und leitet sie an einen oder mehrere Anwendungsserver weiter. Nginx und Caddy sind verbreitete Programme dafür.
Genauer: Der Proxy übernimmt Aufgaben vor der Anwendung: TLS-Verschlüsselung, Komprimierung, Zwischenspeichern, Lastverteilung und Schutz vor Überlast. Die Anwendung dahinter muss davon nichts wissen.
Im Detail
- TLS-Terminierung: Der Proxy entschlüsselt HTTPS, intern läuft oft normales HTTP.
- Statische Dateien: Nginx liefert Bilder, CSS und JS sehr schnell direkt aus.
- Header: Der Proxy setzt Header wie
X-Forwarded-For, damit die Anwendung die echte Client-IP kennt. - Weiterleitungen und Umschreiben: Alte Adressen auf neue leiten.
- Gegenstück: Ein Forward-Proxy steht auf der Seite des Clients und leitet dessen Anfragen ins Internet.
Siehe auch: Load Balancer (Lastverteiler), CDN (Content Delivery Network)