RAM-Timings, CAS-Latenz und Dual-Channel
Kurz: Bei Arbeitsspeicher zählen Takt (MT/s), Latenz (CL) und die Zahl der Kanäle. Zwei Module im Dual-Channel verdoppeln die Datenbreite und bringen oft mehr als ein paar MHz Takt.
Genauer: Die CAS-Latenz (CL) gibt an, wie viele Takte der Speicher nach einer Leseanforderung bis zur Antwort braucht. Absolut zählt die Zeit in Nanosekunden, nicht die Zahl allein.
Im Detail
- Absolute Latenz:
CL / (Takt in MT/s / 2) · 1000ns. DDR5-6000 CL30 → 30 / 3000 · 1000 = 10 ns, DDR4-3200 CL16 → 10 ns. Gleiche Latenz, aber DDR5 liefert mehr Bandbreite. - Timings: CL-tRCD-tRP-tRAS wie „30-36-36-76”. Kleinere Werte sind schneller.
- Dual-Channel: Zwei Module in den richtigen Slots (siehe Handbuch, meist Slot 2 und 4) sprechen die CPU über zwei 64-Bit-Kanäle an. Ein einzelnes Modul bremst vor allem Spiele und integrierte Grafik deutlich.
- Rank: Mehr Ranks können Leistung bringen, aber auch den erreichbaren Takt senken.
- Profile: XMP/EXPO aktivieren, sonst läuft der Speicher mit langsamen Standardwerten.
- Stabilität: Mit MemTest86 prüfen. Siehe DDR bis DDR5.
Siehe auch: ECC-Arbeitsspeicher