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SIM-Swapping

Kurz: Beim SIM-Swapping bringt ein Betrüger den Mobilfunkanbieter dazu, die Rufnummer einer Person auf eine SIM-Karte des Betrügers zu übertragen. Danach erhält er SMS-Codes und Anrufe des Opfers.

Genauer: Das Ziel sind Konten, die per SMS gesichert sind: E-Mail, Banking, Krypto-Börsen, soziale Netzwerke.

Im Detail

  • Vorgehen: Der Betrüger sammelt persönliche Daten (Phishing, Datenlecks), gibt sich beim Anbieter als Kunde aus oder besticht Mitarbeitende und lässt die Nummer umschalten.
  • Anzeichen: Das Handy verliert plötzlich den Empfang („Kein Dienst”), und Sicherheitsmails über Passwortänderungen treffen ein.
  • Schutz:
    • Für wichtige Konten keine SMS-Codes, sondern Authenticator-App oder Sicherheitsschlüssel (2FA, Passkeys).
    • Beim Anbieter eine Kundenkennwort/SIM-Sperre setzen.
    • Wenig persönliche Daten öffentlich teilen.
  • Im Ernstfall: Anbieter sofort anrufen, SIM sperren lassen, Passwörter wichtiger Konten ändern, Bank informieren, Anzeige erstatten.
  • Abgrenzung: Etwas anderes als das Abfangen von SMS im Mobilfunknetz (SS7-Schwächen), erreicht aber ähnliche Ziele.

Siehe auch: Phishing und Betrugsmaschen erkennen