Rootkits
Kurz: Ein Rootkit ist Schadsoftware, die sich selbst und andere Schadprogramme vor dem Betriebssystem und vor Virenscannern versteckt.
Genauer: Der Name kommt von „root”, dem Administratorkonto bei Unix, und „Kit”, dem Werkzeugsatz. Es sorgt dafür, dass Prozesse, Dateien und Netzwerkverbindungen in Anzeigen und Listen nicht auftauchen.
Im Detail
- Ebenen: Anwendungsebene (Programme austauschen), Kernel-Ebene (Treiber oder Module verändern Systemaufrufe), Bootkits (starten vor dem Betriebssystem im Bootsektor oder in der Firmware/UEFI).
- Warum schwer zu finden: Wer das System selbst manipuliert, kann Prüfwerkzeuge belügen.
- Erkennen: Vergleich von innen und außen (Ansicht des laufenden Systems gegen Abbild von einem sauberen Boot-Medium), Hinweise wie unerklärliche Netzwerklast, Spezialwerkzeuge (rkhunter, chkrootkit, Offline-Scanner).
- Vorbeugen: Secure Boot, signierte Treiber, aktuelle Updates, minimale Rechte, keine Software aus zweifelhaften Quellen.
- Beseitigen: Meist nur durch Neuinstallation, bei Firmware-Befall durch Neuflashen oder Austausch der Hardware.
- Nicht zu verwechseln: Auch legale Software (Kopierschutz, Anti-Cheat) nutzt Kernel-Techniken, ist aber kein Schadcode.
Siehe auch: Malware